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Auch ich war schon im Heim...

AutorIn

Beatrix Kaiser

Kategorie(n) der Fallstudie

Handlungsfelder der sozialen Arbeit

Kurzbeschreibung

Das Ehepaar Scheiber ist sei sieben Jahren miteinander verheiratet, es gibt vier gemeinsame Kinder, namens Matthias, 7 Jahre, Susanne 6 Jahre, Jaqueline, 4 Jahre und Günther, 3 Jahre.
Frau Scheiber, 29 Jahre, hat vor ihrer Ehe als Prostituierte gearbeitet. Sie wuchs in Frankreich zuerst bei ihrer Mutter, dann in einem Heim auf. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Sie gibt an, dass ihre Mutter sie vor dem Stiefvater nicht ausreichend schützen konnte, dieser misshandelte sie und aus diesen Gründen wurde sie im Alter von 13 Jahren fremduntergebracht. Seither hatte sie auch zu ihrer Mutter keinen Kontakt. Frau Scheiber sucht die Verantwortung für das, was in ihrer Jugend passiert ist, nach wie vor bei sich. Von ihrer Mutter fühlt sie sich verlassen und abgewertet. Frau Scheiber`s Bruder konnte bei der Mutter bleiben. Zu ihm hat sie heute sporadischen Kontakt. Sie sehnt sich, ihre Mutter irgendwann wieder zu sehen.
Herr Scheiber, 30 Jahre, ist Schichtarbeiter. Er hat ein sehr ambivalentes Verhältnis zu seinem Vater. Es ist einerseits geprägt von Abhängigkeit und Gehorsam dem Vater gegenüber, andererseits von Ablehnung und Enttäuschung über die fehlende Zuneigung.
Das Ehepaar lebt in einem älteren, zum Teil sanierten Haus. Die Belastungen und Kredite für das Haus sind enorm hoch.
Nach der Geburt des ersten Kindes gab es Kontakte zum zuständigen Jugendamt aufgrund vermuteter Misshandlungen. Nachdem sich der Verdacht nicht bestätigte wurde keine Betreuung der Familie eingeleitet.
Aufgrund des sehr auffälligen Verhaltens von Susanne, nahm die zuständige Schule mit dem Jugendamt Kontakt auf und ersuchte um Intervention. Seither wird die Familie betreut und wurden zum Wohl der Kinder diverse Maßnahmen gesetzt.
Das Betreuungsangebot der Eltern an die Kinder ist aufgrund deren Alkoholprobleme und der drohenden Scheidung derzeit nicht gewährleistet. Die Eltern befinden sich in einer Krisensituation, das Wohl der Kinder scheint gefährdet. Die Jugendwohlfahrtsbehörde hat entsprechende Unterstützungsangebote bzw. Maßnahmen zu setzen.

Erforderliche Vorkenntnisse der Studierenden

Recht:
JWG, ABGB, StGB

Psychologie:
Entwicklungspsychologie, Pädagogische Psychologie und Klinische Psychologie des Kindes- und Jugendalters

Pädagogik:
Bindungsverhalten

Methoden:
Individualhilfe

Sozialmedizin:
Alkoholismus, Phenylketonurie

Zielgruppe und mögliche Lehrveranstaltungen für den Einsatz

Der Einsatz wird im Handlungsfeld Familie empfohlen.